Angeln am Plöner See

Der Große Plöner See zählt zu den attraktivsten Angelgewässern Schleswig-Holsteins. Klare Wasserbereiche, ausgedehnte Schilfzonen, zahlreiche Buchten, Inseln und Tiefen von über 50 Metern bieten hervorragende Bedingungen für Hecht, Barsch, Aal, Maräne und viele weitere Fischarten. Egal ob vom Ufer oder Boot – der Plöner See bietet sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Anglern abwechslungsreiche Möglichkeiten.


Inhaltsverzeichnis

  1. Warum am Plöner See angeln?
  2. Der Große Plöner See
  3. Fischarten
  4. Die besten Angelmethoden
  5. Bootsangeln
  6. Uferangeln
  7. Die besten Jahreszeiten
  8. Wetter und Wasser
  9. Nachhaltig angeln

Warum am Plöner See angeln?

Der Große Plöner See ist mit knapp 30 Quadratkilometern Fläche der größte See Schleswig-Holsteins und Teil der Holsteinischen Seenplatte. Seine abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft macht ihn zu einem außergewöhnlich interessanten Gewässer für Raubfisch- und Friedfischangler.

Was den See besonders auszeichnet, ist die enorme Vielfalt an Lebensräumen. Flache Schilfzonen wechseln sich mit steilen Abbruchkanten, ausgedehnten Krautfeldern und tiefen Freiwasserbereichen ab. Dadurch finden nahezu alle heimischen Fischarten geeignete Lebensbedingungen.

Für Angler bedeutet dies:

  • abwechslungsreiche Angelplätze
  • gute Bestände verschiedener Fischarten
  • zahlreiche Möglichkeiten zum Bootsangeln
  • attraktive Naturkulisse
  • hervorragende Bedingungen für Tages- und Wochenendtouren

Der Große Plöner See

Lage

Der Große Plöner See liegt im Herzen der Holsteinischen Schweiz zwischen Plön, Bosau und Dersau. Mehrere kleinere Seen sind über natürliche Wasserläufe miteinander verbunden und bilden eines der größten zusammenhängenden Seenlandschaften Norddeutschlands.

Gewässerprofil

Merkmal Beschreibung
Gewässertyp natürlicher Binnensee
Fläche ca. 29 km²
Maximale Tiefe ca. 58 m
Durchschnittliche Tiefe ca. 13 m
Wasserqualität sehr gut
Besonderheiten Inseln, Schilfgürtel, Plateaus, Steilkanten

Durch seine Größe entstehen selbst bei mäßigem Wind schnell Wellen. Wer mit einem kleinen Boot unterwegs ist, sollte die Wetterentwicklung deshalb stets im Blick behalten.


Fischarten

Der Plöner See beherbergt eine große Vielfalt heimischer Fischarten. Besonders bekannt ist das Gewässer für seine Raubfischbestände.

Hecht

Der Hecht gilt als Zielfisch Nummer eins.

Vor allem die ausgedehnten Schilfkanten und Krautfelder bieten ideale Jagdreviere. Im Frühjahr stehen viele Hechte noch relativ flach, während sie sich im Sommer häufig an tieferen Krautkanten oder Unterwasserbergen aufhalten.

Beste Monate

  • April
  • Mai
  • September
  • Oktober
  • November

Empfohlene Köder

  • Gummifische (12–18 cm)
  • Jerkbaits
  • Swimbaits
  • flach laufende Wobbler
  • Spinnerbaits

Barsch

Barsche kommen nahezu im gesamten See vor.

Größere Exemplare sammeln sich häufig an Kanten, versunkenen Strukturen und Unterwasserbergen. Besonders im Herbst bilden sie größere Schwärme.

Empfehlungen:

  • kleine Gummifische
  • Creature Baits
  • Dropshot
  • Carolina Rig
  • kleine Crankbaits

Zander

Zander gelten als anspruchsvollere Zielfische.

Sie bevorzugen tiefere Bereiche und halten sich häufig entlang harter Kanten auf. Besonders in den frühen Morgenstunden und während der Abenddämmerung steigen die Fangchancen.


Aal

Der Aal ist vor allem in den warmen Sommernächten aktiv.

Klassische Köder:

  • Tauwurm
  • Fischfetzen

Geeignete Plätze:

  • Schilfkanten
  • Hafeneinfahrten
  • flache Buchten

Maräne

Die Maräne zählt zu den Besonderheiten des Plöner Sees.

Sie lebt überwiegend im Freiwasser und wird meist mit speziellen Methoden vom Boot aus befischt.


Weitere Fischarten

Außerdem kommen regelmäßig vor:

  • Schleie
  • Brasse
  • Rotauge
  • Rotfeder
  • Güster
  • Karausche
  • Karpfen

Angelmethoden

Spinnfischen

Die beliebteste Methode am Plöner See.

Besonders erfolgreich:

  • entlang von Schilfkanten
  • an Unterwasserbergen
  • über Krautfeldern
  • an Steilkanten

Dropshot

Ideal für Barsche.

Gerade an Hafenanlagen oder tieferen Kanten kann das Dropshot-Rig seine Stärken ausspielen.


Carolina Rig

Eine ausgezeichnete Wahl bei vorsichtigen Barschen oder in stark befischten Bereichen.


Naturköder

Vor allem für Aal und Friedfische weiterhin sehr erfolgreich.


Bootsangeln

Ein Boot eröffnet deutlich mehr Möglichkeiten als das Angeln vom Ufer.

Vorteile:

  • schwer erreichbare Hotspots
  • gezieltes Befischen von Unterwasserbergen
  • höhere Mobilität
  • bessere Chancen auf große Hechte

Geeignete Bootstypen:

  • Ruderboot
  • Elektroboot
  • Angelboot
  • Kajak (bei ruhigem Wetter)

Aufgrund der Größe des Sees sollte stets eine Rettungsweste getragen werden.


Uferangeln

Auch vom Ufer lassen sich gute Fänge erzielen.

Besonders interessant sind:

  • Schilfbereiche
  • Stege
  • Hafeneinfahrten
  • flache Buchten
  • Landzungen

Morgens und abends stehen viele Raubfische deutlich näher am Ufer als während der Mittagsstunden.


Die besten Jahreszeiten

Frühling

Mit steigenden Wassertemperaturen werden viele Raubfische aktiv. Flache Bereiche erwärmen sich schneller und ziehen Kleinfische an.

Empfohlene Zielfische:

  • Hecht
  • Barsch

Sommer

Im Sommer lohnt sich häufig der Wechsel auf tiefere Bereiche.

Früh morgens und am Abend steigen die Fangchancen deutlich.


Herbst

Viele erfahrene Angler betrachten den Herbst als beste Jahreszeit.

Die Raubfische legen Energiereserven für den Winter an und reagieren häufig aggressiver auf größere Köder.


Winter

Im Winter wird langsamer gefischt.

Jigs und Gummifische sollten dicht am Grund geführt werden.


Wetter und Wasser

Nicht nur die Köderwahl entscheidet über den Erfolg.

Folgende Faktoren spielen eine große Rolle:

  • Windrichtung
  • Luftdruck
  • Wassertemperatur
  • Bewölkung
  • Sichttiefe

Leichter Wind bringt häufig Sauerstoff ins Wasser und kann das Beißverhalten positiv beeinflussen.


Nachhaltig angeln

Der Plöner See ist ein wertvoller Naturraum.

Jeder Angler trägt Verantwortung dafür, dass dieser Lebensraum erhalten bleibt.

Deshalb gilt:

  • Müll wieder mitnehmen
  • Schilfzonen nicht beschädigen
  • Laichplätze meiden
  • Schonzeiten beachten
  • nur maßige Fische entnehmen
  • Fische waidgerecht versorgen

Nachhaltiges Verhalten schützt nicht nur den Fischbestand, sondern trägt auch dazu bei, dass kommende Generationen den Plöner See als attraktives Angelgewässer erleben können.

Für verschiedene Fischarten gelten gesetzliche Schonzeiten und Mindestmaße. Informiere dich vor dem Angeln immer über die aktuell gültigen Regelungen des Gewässerbewirtschafters und des Landes Schleswig-Holstein.